Chronik

Schon vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wurde der Verhütung und Bekämpfung von Bränden große Aufmerksamkeit geschenkt. In Höchen war zum Beispiel in der Nähe des Wiesenbrunnens ein Brandweiher angelegt worden, und wir wissen, dass bereits 1869 eine Handtragespritze sowie ein Gerätewagen gekauft und im alten protestantischen Schulhaus untergestellt wurden. 1874 wurden mit Unterstützung der pfälzischen Immobiliar-Brandversicherung eine zweirädrige Feuerspritze angeschafft und in den folgenden Jahren die Ausrüstung vervollständigt. So stellte etwa die Gemeinde Höchen für das Jahr 1891 zur Anschaffung von Feuerlöschgeräten (20 Feuereimer, zehn Helme, drei Gürtel mit Seil und Haken, je zwei Feuer– und Drehleitern) den Betrag von 145 Mark zur Verfügung. Bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr waren sämtliche männlichen Einwohner einer bestimmten Altersgruppe mit Ausnahme der Beamten, Geistlichen und Lehrer verpflichtet, Feuerlöschhilfe zu leisten. Die erste Pflichtfeuerwehr in Höchen wurde vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges (1870/1871) unter Initiative von Jakob K. Kopp I gegründet und um 1900 von Adam Fegert übernommen.

Die Freiwillige Feuerwehr Höchen wurde am 6. Januar 1929 in einer von Bürgermeister Ludwig Schwarz einberufenen Versammlung gegründet. Von den rund 50 im Gasthaus Müller anwesenden Personen waren 38 Männer bereit, der Freiwilligen Feuerwehr zu dienen. Zum ersten Kommandanten wurde Fahrhauer Karl Kuhn gewählt. Die Wahl zum Adjutanten nahm Gemeindesekretär Julius Reiter an. Zu Abteilungsführern wurden die Bergleute Josef Schild II, Hermann Kuhn, Jakob Schild, Richard Keller und Fritz Fegert bestellt, wobei letzterer auch die Aufgaben des Materialverwalters wahrnahm. Die erste Übung der Freiwilligen Feuerwehr fand am 14. April 1929 statt.

Die ersten Jahre nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr standen ganz im Zeichen des Aufbaus. Noch im Jahre 1929 wurde der Bau des neuen Spritzenhauses auf dem Bühl in Angriff genommen und dieses alsbald fertiggestellt, so dass bereits am 4. Mai 1930 die Geräte aus dem alten Spritzenhaus an der Waldmohrer Straße in das neue gebracht werden konnten. Auch die Uniformierung der Wehr wird vorangetrieben und zu Anfang der 30er Jahre abgeschlossen. Die Freiwillige Feuerwehr Höchen – bestehend aus drei Löschzügen mit je einem Löschmeister und 12 Mann – hatte unter Leitung von Kommandant Kuhn sehr bald einen Ausbildungsstand erreicht, der im allgemeinen zu keinerlei Beanstandungen veranlasste. Die Jahresabschlussübungen und die aufgrund einer Verfügung des Bezirksamtes regelmäßig durchgeführten Besichtigungen durch den Feuerwehrinspektor Schappe aus Mittelbexbach fielen stets zur Zufriedenheit aller aus. So erstreckte sich die Inspizierung der Wehr am 28. Mai 1933 beispielsweise auf die Uniformierung, die Ausrüstungsgegenstände, die Feuerlöschgeräte und das Spritzenhaus. Das ausgeführte Exerzieren sowie die stattgefundenen Angriffsübungen waren sehr befriedigend, und Herr Schappe zollte der Wehr seine volle Anerkennung.

Die Phase des Aufbaus und die sich daran anschließende Konsolidierung der Wehr wurden durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nachhaltig gestört. Gerade die jungen, aktiven Feuerwehrleute wurden zum Militärdienst eingezogen und hinterließen personelle Lücken, die nicht zu schließen waren. Vorübergehend musste man sich wiederum mit einer Pflichtfeuerwehr älterer Jahrgänge begnügen. Im Jahre 1940 wurde die Wehr von Hermann Kuhn und Ludwig Maue geführt, später von Richard Keller.

Der Landrat des Kreises Homburg trat nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges an die Gemeindeverwaltung mit der Bitte heran, unverzüglich die freiwilligen Feuerwehren neu zu organisieren, um den Gemeinden den nötigen Feuerschutz zu gewährleisten. Aber keiner war zunächst bereit, diese schwierige Aufgabe zu übernehmen. Hier war es der Verdienst von Helmut Lapre, der eine Anzahl junger Leute für den Feuerwehrdienst von neuem zu begeistern verstand. Lapre gelang es nach sechs Wochen intensiver Arbeit, nachdem er 1949 von dem damaligen Bürgermeister Alois Planz mit der Leitung der Feuerwehr beauftragt worden war, die noch aus den Kriegsjahren bestehende Wehr in eine Freiwillige Feuerwehr überzuführen. Kaum war eine genügend breite personelle Basis im Hinblick auf einen effektiven Feuerschutz gegeben, richtete der umsichtige Wehrführer sein Hauptaugenmerk auf die materielle Ausstattung der Wehr. An Ausrüstungsgegenständen waren eine fahrbare Handpumpe sowie ein Gerätehandwagen vorhanden, die den technischen Anforderungen der Zeit nicht mehr genügten. Lapre setzte sich bei der Gemeindeverwaltung Höchen dafür ein, dass neue, bessere und zusätzliche Geräte angeschafft werden sollten. Auf seine Bemühungen ist es zurückzuführen, dass in den Jahren 1955 und 1956 mit finanzieller Unterstützung des Landes und des Kreises Homburg eine elektrische Alarmeinrichtung installiert wurde, eine Tragkraftspritze und ein Löschwagen LF 8 gekauft werden konnten. Da sich die Räumlichkeiten des vorhandenen Gerätehauses als zu klein erwiesen und eine weitere derselben nicht realisierbar erschien, wurde zur Unterbringung des motorisierten Löschwagens eine Garage beim ehemaligen Bürgermeisteramt in der Friedhofstraße erbaut. Als problematisch erwies sich in den darauffolgenden Jahren die räumliche Trennung von Löschwagen und dazugehörigem Gerät, eine Erschwernis bezüglich des raschen Einsatzes der Wehr, welche im Jahr 1975 ausgeräumt werden konnte. Nach Indienststellung der Glanhalle am 10. August 1975 standen dem Löschbezirk Höchen -mit dem Wirksamwerden der Gebiets– und Verwaltungsreform am 1. Januar 1974 wurden alle Wehren der Stadt Bexbach in Löschbezirke untergegliedert- moderne Funktions- und Nebenräume zur Verfügung, welche eine zentrale Unterbringung der Gerätschaften der Wehr erlaubten. Die Schulungs- und Geräteräume wurden mittlerweile durch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Höchen in eigener Regie ausgebaut.

Rückblickend betrachtet kann man das Jahr 1975 als Zäsur in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Höchen betrachtet werden. Neben dem Umzug in die Glanhalle brachte es auch einen Wechsel an der Wehrspitze. Am 22. November 1975 wurde Erhard Becker in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, Löschbezirk Höchen, zum Löschbezirksführer gewählt, nachdem Oberbrandmeister Helmut Lapre wegen Erreichen der Altersgrenze nicht mehr kandidierte. Lapre, der der Wehr 27 Jahre lang ununterbrochen als Wehr– und Löschbezirksführer vorstand, wurde auf der o.g. Jahreshauptversammlung zum Ehrenwehrführer ernannt, am 6. Dezember 1975 offiziell verabschiedet und für seine Verdienste mit dem goldenen Feuerwehremblem ausgezeichnet. In seiner Amtszeit verstand es Erhard Becker, neue Akzente zu setzen. Seiner Umsicht und Tatkraft ist es zu verdanken, dass die Freiwillige Feuerwehr Höchen im Saarpfalz-Kreis großes Ansehen genießt. Mit Nachdruck betrieb er die personelle Verjüngung der Wehr und setzte sich energisch für eine bessere Ausstattung ein. So konnte zum Beispiel am 12. März 1977 im Beisein der beiden Ortsgeistlichen, Bürgermeister Lothar Weber und sonstiger Vertreter des öffentlichen Lebens der neue Löschwagen LF 8 mit Vorbaupumpe (Marke Mercedes, Aufbau Metz) offiziell übernommen werden. Sechs Jahre später wurde ein weiteres Tanklöschfahrzeug mit 800 Litern Inhalt in Dienst gestellt, dass sich nicht nur 1983 bei der mit dem DRK Höchen gemeinsam durchgeführten Jahreshauptübung im Krähenwald bewährte. Die Anschaffung von Feuerschutzanzügen, die Übernahme von Alarm– und Meldeempfängern oder die Erweiterung der Feuerwehrgerätehauses waren weitere Beispiele für die stetige Aufwärtsentwicklung der Freiwilligen Feuerwehr und das Engagement aller Wehrmänner, die sich in den Dienst der Dorfgemeinschaft stellten und ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit ihr Können und ihre Schlagkraft in der Vergangenheit mehrmals unter Beweis gestellt hatten. Löschbezirksführer Erhard Becker hatte auch auf andere Art und Weise Zeichen gesetzt. 1985 wurde mit der in Oberbexbach stationierten 2. Kompanie des Jägerbataillons 542 eine Patenschaft eingegangen sowie im Jahr 1986 auch eine „Jumelage“ mit der lothringischen Wehr aus Woustviller besiegelt und die Partnerschaftsurkunden ausgetauscht. Der Löschbezirk Höchen war damit der erste aller sechs Löschbezirke der Stadt Bexbach, der eine solche Partnerschaft einging und damit zu einem grenzüberschreitenden, vertieften Verständnis zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland seinen Beitrag leistete. Für seine Verdienste um die Vertiefung der Beziehungen zwischen den französischen und deutschen Feuerwehren wurde Löschbezirksführer Erhard Becker 1988 das „la Croix de Chevalier“ (Ritterkreuz) des französischen Feuerwehrverbandes verliehen. Als letzte Amtshandlung gründete Erhard Becker im Jahr 1991 eine Jugendfeuerwehr. Mit Erreichen der Altersgrenze schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde während der Jahreshauptversammlung am 15.01.1994 zum Ehrenlöschbezirksführer ernannt.

Während der Jahreshauptversammlung am 15.01.1994 wurde Peter Nashan als Nachfolger von Erhard Becker gewählt, Stefan Hirsch wurde der Nachfolger von Peter Müller, Heinz Schwarz trat als Kassierer die Nachfolge von Volkmar Bauer an und wurde nach einem halben Jahr durch Mike Weber ersetzt, da Heinz Schwarz sein Amt niederlegte. Als die Amtszeit des stellvertretenden Löschbezirksführers Andreas Müller im folgenden Jahr abgelaufen war und dieser sich nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Kurt Hirsch während der Jahreshauptversammlung am 17.12.1994 zum neuen stellvertretenden Löschbezirksführer gewählt. In den darauffolgenden Jahren wurde während unzähliger Arbeitseinsätze das Gerätehaus um eine Küche und einen Jugendraum erweitert sowie die Ausrüstung des Löschbezirkes vervollständigt. Mit Eigenmitteln wurden in den folgenden Jahren viele Ausrüstungsgegenstände angeschafft. Im Jahr 1996 wurde in Woustviller das 10-jährige Bestehen der Partnerschaft unter Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert. Im Jahr 1998 wurde zwischen der Stadt Bexbach und dem Löschbezirk Höchen eine Bachpatenschaft gegründet. Der Löschbezirk reinigt den Verlauf des Glans von der Quelle im Brunneneck bis zum Sturzbecken neben der Glanhalle. Weiter zählt die Reinigung der Wassertretanlage in Höhe der Hochborner Tränke zu dieser Patenschaft.

Der Löschbezirk Höchen hatte zum 31.12.1999 einen Personalstand von 36 aktiven Feuerwehrangehörigen, davon 2 Frauen. Die Einsatzzahl mit 71 Einsätzen für das Jahr 1999 hatte sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Am 11. Januar 2000 verstarb im Alter von 88 Jahren Ehrenwehrführer Helmut Lapre, der in einer würdevollen Beerdigung auf dem Friedhof in Höchen beigesetzt wurde. Peter Nashan wurde während der Jahreshauptversammlung am 15.01.2000 erneut als Löschbezirksführer wiedergewählt. Mike Weber (Kassierer) und Stefan Hirsch (Schriftführer) wurden ebenfalls wiedergewählt. Für viele überraschend, gab Peter Nashan ein paar Monate später während einer Dienstübung bekannt, daß er von seinen Ämtern des Löschbezirksführers und des stellvertretenden Stadtwehrführers aus beruflichen Gründen zurücktritt. Peter Nashan beendete somit seine 21-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr Bexbach und wechselte im Mai 2000 zu seiner neuen Tätigkeit als technischer Angestellter zur Homburger Feuerwehr. Bei der erforderlichen Ergänzungswahl am 06. Mai 2000 in der Glanhalle Höchen wurde Stefan Hirsch zum neuen Löschbezirksführer gewählt.

Seit dem zweiten Quartal 2000 besitzt der Löschbezirk eine eigene Internetadresse und ist damit der erste Löschbezirk der Stadt Bexbach, der im Internet vertreten ist. Unter der Adresse www.feuerwehr-hoechen.de kann man sich über den Löschbezirk und die Jugendfeuerwehr informieren. Im Jahr 2001 wurde eine digitale Videokamera angeschafft. Diese Kamera dient der Dokumentation bei Einsätzen und Übungen und der späteren Analyse.

Am 15. Juni 2002 wurde auf Initiative von Löschbezirksführer Stefan Hirsch ein Feuerwehrförderverein gegründet, der die Aufgabe hat, die Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr, der Einsatzabteilung und der Altersabteilung finanziell zu unterstützen. Im selben Jahr wurden der Boden und der Unterbau des Schulungsraumes komplett erneuert, da die Drainage nicht mehr funktionierte und bei Regen das Wasser durch die Wand sickerte. Die neu eingeführte Jugendflamme (Stufe 1) wurde 2002 erstmalig im Stadtgebiet Bexbach von der Höcher Jugendfeuerwehr erfolgreich durchgeführt. Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder und wird in drei Stufen unterteilt. Im Jahr 2004 wurde durch den „Förderverein Freiwillige Feuerwehr Höchen e.V.“ ein Beamer angeschafft, der den bis dahin genutzten Overheadprojektor ersetzte. Im gleichen Jahr fand eine Bildungsfahrt zum Frankfurter Flughafen statt, bei dem unter anderem die Flughafenfeuerwehr und das Senckenbergmuseum besichtigt wurde.

Anfang des Jahres 2006 lief die Amtszeit von Löschbezirksführer Stefan Hirsch aus, der nicht mehr für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stand. Am 8. April wurde daraufhin Christian Backes zum neuen Löschbezirksführer gewählt. Erstmalig wurde zum traditionellen Feuerwehrfest der Wettbewerb „Unser Dorf spielt Feuerwehr“ eingeführt, bei dem Mannschaften aus Höchen und Umgebung in Wettkämpfen miteinander konkurrierten. Im November des gleichen Jahres fanden in der Glanhalle die Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum der Partnerschaft mit der Feuerwehr Woustviller statt.

2007 wurde der stellvertretende Löschbezirksführer Stefan Schmidt erneut für sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Die damalige Bildungsfahrt führte nach Ramstein, wo die komplette Airbase inklusive der Feuerwehr besichtigt wurde. Da der Zahn der Zeit an der Inneneinrichtung des Feuerwehrgerätehauses genagt hatte, wurde diese mit finanzieller Unterstützung des Feuerwehrfördervereins in eigener Regie modernisiert.

2008 nahmen 18 Feuerwehrangehörige erfolgreich an der Ausbildung „SAN A + B“ unter der Leitung von Rudi Mallmann vom DRK Kreisverband Homburg teil. Im Zuge dieser Fortbildung wurde vom Feuerwehrförderverein ein Rettungsrucksack mit umfangreichem Zubehör angeschafft, der die gleiche Ausstattung wie der des Rettungsdienstes beinhaltet. Im gleichen Jahr konnte der Löschbezirk Höchen auf seine nunmehr seit 10 Jahren bestehende Bachpatenschaft mit der Stadt Bexbach zurückblicken; dieses Ereignis wurde in kleinem Rahmen gefeiert. Nach einer erfolgreichen Bewerbung zum saarländischen Feuerwehraward im Jahr 2008 wurde Anfang des Jahres 2009 der Löschbezirk Höchen als Sieger der Kategorie „Soziales Engagement in der Feuerwehr“ anlässlich der Landesdelegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes in Sulzbach geehrt. Zudem war der Löschbezirk auch beim Vereinsduell von Radio Salü erfolgreich und konnte auch dort als Sieger hervorgehen. Außerdem wurde im Frühjahr 2009 von Herrn Dr. Demke, Leiter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, das Gutachten über die Brandschutzbedarfsplanung der Stadt Bexbach im Gerätehaus Höchen allen Löschbezirksführern vorgestellt. Hierbei wurde bekannt gegeben, dass zukünftig in Höchen ein allradangetriebenes Löschgruppenfahrzeug mit Zusatzbeladung „technische Hilfe“ (HLF) sowie ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) stationiert sein müssen. Auf Grund dieser Vorgabe wurde im selben Jahr vom Stadtrat die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges für den Löschbezirk Höchen beschlossen.

Der Löschbezirk Höchen hat sein 80-jähriges Bestehen am 17.10.2009 mit einem Kommers in der Glanhalle Höchen gefeiert. Die Schirmherrschaft wurde von Landrat Clemens Lindemann übernommen. Alle Festredner lobten das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr, die sich in den vergangenen Jahrzehnten den strukturellen Herausforderungen und Veränderungen gestellt hat.

Am 08. Mai 2010 war es endlich soweit, zur offiziellen Fahrzeugübergabe und Fahrzeugweihe hatte der Löschbezirk Höchen eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich zahlreiche Honoratioren aus der Politik und Feuerwehr eingefunden, um den Höchern zu ihrem neuen Fahrzeug zu gratulieren. Löschbezirksführer Christian Backes konnte unter anderem, Frau Pfarrerin Sabine Graf, Herrn Pfarrer Andreas Münck, Herrn Bürgermeister Heinz Müller, Herrn Bundestagsabgeordneten Alexander Funk, den Landesvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden der SPD Saarland Herr Heiko Maas, die Orts- und Stadt- und Kreisräte, Herrn Landesbrandinspekteur Bernd Becker, die Kameraden der Feuerwehr aus Woustviller, die Vertreter der Firmen ADIK und MAN, sowie natürlich die Vertreter der örtlichen Vereine und alle Nachbarfeuerwehren aus der Umgebung begrüßen. Das Fest hatte viele Menschen mobilisiert und besaß Dorffest – Qualitäten. Die Feierlichkeiten wurden von der Böllergruppe des Schützenvereins mit mehreren Salutschüssen, den Blechchaoten musikalisch und vom Männergesangverein gesanglich umrahmt. Das neue Feuerwehrfahrzeug löst damit ein über 33 Jahre altes Löschfahrzeug ab, das den heutigen Anforderungen als Erstangriffsfahrzeug nicht mehr gerecht wurde. Die feierliche Segnung des neuen Fahrzeuges wurde durch die anwesenden Geistlichen vorgenommen. Die Übergabe des Fahrzeuges wurde symbolisch durch einen übergroßen silbernen Schlüssel dargestellt, den Bürgermeister Heinz Müller an Stadtwehrführer Gottfried Leis übergab. Der Wehrführer ließ es sich nicht nehmen den Schlüssel persönlich an Löschbezirksführer Christian Backes zu überreichen.

Mit dem Fahrzeug, begann ein neues Zeitalter der Technik und natürlich auch eine Lernphase und damit unzählige zusätzliche Ausbildungsstunden, die zu dem normalen Dienstplan durchgeführt werden mussten.

Kommandanten und Löschbezirksführer

1929 – Karl Kuhn
1940 – Hermann Kuhn, Ludwig Maue, Richard Keller
1949 – Helmut Lapre (Ehrenwehrführer)
1975 – Erhard Becker (Ehrenlöschbezirksführer)
1994 – Peter Nashan
2000 – Stefan Hirsch
2006 – Christian Backes

Zur Zeit besteht die Einsatzabteilung des Löschbezirkes Höchen aus über 35 Feuerwehrangehörigen, 14 Jungen und Mädchen sind in der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung gehören 14 Kameraden an.

Quellenangaben: Gaffga, Peter (1979): 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr; Gaffga Rudi (1975): Höchen, Vergangenes und Gegenwärtiges; Hengstenberg Georg (1957): Höchen, Ein Dorfbuch; Missy Christoph und Ohm Raimund: Höchen – einst und heute; Jahresberichte der Feuerwehr Höchen.